Die neue Dorfchronik von Hummetroth

 

Die neue Dorfchronik des Ortes Hummetroth ist fertiggestellt.

Vor einigen Jahren hat sich ein Arbeitskreis „Dorfchronik“ gebildet, der die vorliegenden Daten der Geschichte Hummetroths weiterverarbeiten und zu einer neuen Dorfchronik zusammenführen wollte. Dabei hat Reinhold Orth die Rolle des „Schreibers“ übernommen. Das Ergebnis liegt heute vor.

Auf 350 Seiten wird die Geschichte des Dorfes Hummetroth dargestellt.

Über 150 Bilder veranschaulichen die schriftlichen Ausführungen.

Die ältesten Daten reichen bis in die Zeit von ca. 3000 v. Chr. zurück. Aus dieser Zeit stammt ein gut erhaltenes Hockergrab, das von der frühen Besiedlung der Landschaft hier im schönen Odenwald zeugt. Weitere Grabfunde aus der Zeit von ca. 400 v. Chr. schlagen den Bogen bis hin zur Römerzeit, die durch die Funde an der Haselburg dokumentiert wird. Von der Zeit danach liegen kaum Informationen vor, aber Ansiedlungen muss es gegeben haben. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Hummetroth vor 700 Jahren in einer Schenkung der Herren zu Crumbach-Rodenstein, die im Raum Höchst ihre Vogteirechte abtreten und dabei auch Hummetroth als „Humbrechtenrode“ in der Urkunde aufführen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Entwicklung Hummetroths gut dokumentiert.

Bereits im Jahr 1990 hat Herr Karl-Heinz Winter eine umfassende Recherche über die Vergangenheit Hummetroths angestellt und seine Ergebnisse in der ersten Dorfchronik aufgeschrieben. Auf diese Daten konnte die neue Dorfchronik aufgebaut werden. Das, was Herr Winter aufgeschrieben hat, ist auch im neuen Buch vorhanden. Die einzelnen Artikel wurden lediglich redaktionell überarbeitet und ergänzt. Wesentlich zur Realisierung dieses Vorhabens haben Tomas Hönig und seine Frau Ute beigetragen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die alte, mit der Schreibmaschine geschriebene Dorfchronik digital zu erfassen. Eine Arbeit, die einen erheblichen Aufwand an Zeit und Energie gefordert hat, aber ohne die es nicht möglich gewesen wäre, all die Veränderungen und Ergänzungen einzuarbeiten.

Reinhold Orth hat auf mehr als 100 Seiten die alte Dorfchronik fortgeschrieben.

Dabei wurden die Ausführungen über die Vereine aktualisiert und bis in das Jahr 2014 fortgeführt. Ebenso wurde die Entwicklung der Infrastruktur bis heute aufgearbeitet und dargestellt. Die Veränderungen in der Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Handel sind ausführlich beschrieben.

Alle Häuser in Hummetroth wurden von den Mitgliedern des Arbeitskreises „Dorfchronik“ erfasst und von Reinhold Orth in der neuen Chronik straßenweise einzeln aufgeführt. Die meisten Eigentümer haben dieser Veröffentlichung zugestimmt, so dass nur wenige „Lücken“ entstanden sind. Zu den alten Bildern hat Wolfgang Hartnagel neue Aufnahmen gestellt, die den gleichen Blickwinkel wie die alten Bilder zeigen, wodurch auch ein optischer Eindruck der Veränderungen zwischen früher und heute entstanden ist.

Ein weiteres neues Kapitel widmet sich dem Strukturwandel in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Haus für Haus werden diese Veränderungen in der neuen Chronik beschrieben. Für den Leser ergibt sich somit ein umfassender Überblick über das Geschehen nach dem Krieg bis heute.

Darüber hinaus gibt es amüsante Geschichten, Anekdoten und „Sagen“ aus dem Dorf.

Der Verein für Heimatgeschichte Höchst i. Odw. e. V. hat es übernommen, dieses Buch herauszubringen.

Dadurch konnte ein optisch ansprechendes Werk entstehen, das man sicher gerne öfter in die Hand nehmen wird.

 

Die Chronik ist zu beziehen beim Verein für Heimatgeschichte Höchst i. Odw. e. V.,

bei Reinhold Orth in Hummetroth und bei der Metzgerei Weber in Hummetroth.

Selbstverständlich wird sie auch auf dem Fest zur 700-Jahr-Feier am 5. und 6. Juli in Hummetroth angeboten. Die Chronik kostet 24,-€.